Grenzübertritt

Grenzübertritt nach KasachstanDa Russland und Kasachstan eine Zollunion haben, müssen wir unsere Motorräder nicht erneut einführen, das lässt auf einen zügigen Grenzübertritt hoffen. Zuerst warten beim russischen Schlagbaum. Dort regelt eine Dame mittels Öffnen und Senken des Schlagbaumes den Ein- und Ausreiseverkehr. Nach 10 Minuten sind wir dran. Wir müssen einzeln zur ihr fahren und anhalten. Pass zeigen, das Visum wird kontrolliert und dann blättert Sie gelangweilt durch die Seiten meines Passes um scheinbar herauszufinden, aus welchem Land ich komme. Sie wir schliesslich auf der hinteren Umschlagseite fündig und sieht das Schweizerkreuz und fragt mich schmunzelt etwas wie „Suisse“? Ich nickte den Kopf und erhielt eine Checkliste die zum tausendsten mal kopiert und schräg zugeschnitten wurde. Dann mit dem Motorrad zu nächsten Schlagbaum und zu Fuss zur Passkontrolle. In ganz Russland scheint Personal im Überfluss vorhanden zu sein. Im Mac Donalds arbeiten gefühlt etwa doppelt so viel Personal hinter der Theke wie bei uns. Im Restaurant stehen sich die Köche auf den Füssen herum und jeder Parkplatz, jedes Einkaufszentrum wird von Sicherheitspersonal bewacht. Nur am Zoll ist das Personal knapp. Für den wichtigsten Grenzübertritt nach Kasachstan, ist genau eine Beamtin für die Passkontrolle zuständig. Ich stehe etwa an der 5. Position in der Schlange, dies würde zum Beispiel bei uns am Flughafen vielleicht eine bis zwei Minuten bedeuten? Hier – eine halbe Stunde. Nun bin ich an der Reihe. Drei Schritte vor bis zum Schalter, Pass mit allen Papieren abgeben und gerade hinsetzen, denn es wird von mir ein Foto gemacht und das ganze muss mit einer ernsten Mine erfolgen! Dann wird auf der Tastatur eifrig getippt und das dauert…..nun wir mein Passfoto mit meinem wahren Gesicht verglichen und ich muss dazu meine Brille abnehmen, ein schwaches Nicken gibt mir die Sicherheit, dass Foto und ich einigermassen übereinstimmen. Dann wieder Getippe und ernste Mine. Dann die obligate Frage nach der Marke und Farbe meines Motorrades. Wieder hört man eifriges Getippe und plötzlich höre ich das Geräusch von Stempeln, was immer ein gutes Zeichen ist und kurz danach bekomme ich meinen Pass. Das Visum ist abgestempelt, also eine Rückkehr nach Russland nicht mehr möglich. Zurück zum Moped, Schranke geht auf, 20 Meter vorwärts zur Motorradkontrolle. Absteigen, freundliches Kopfnicken und der Beamte scheint sich auf die Abwechslung, ein für ihn nicht alltägliches Fahrzeug zu kontrollieren, zu freuen. Mit einem Spiegel wird trotzdem ernsthaft alle Ecken und die Seitenkoffer kontrolliert. Schranke auf und ab ins Niemandsland – Russland ade. Wir warten bis alle aus unserer Gruppe kontrolliert wurden, dann fahren wir gemeinsam an die Grenze von Kasachstan. Hier das gleiche Prozedere. Checkliste an der ersten Schranke nach einer Wartezeit von einer halben Stunde. Anstellen bei der Passkontrolle und auch hier wieder die obligatorische Frage nach Marke und Farbe des Motorrades, dann zur Fahrzeugkontrolle und an der letzten Schranke abgebe der Checkliste – geschafft! Es sind Schätzungsweise zwei Stunden vorüber. Wir sind in Kasachstan. Nun müssen wir noch eine Haftpflichtversicherung für unsere Motorräder abschliessen, da diese Länder von den CH-Versicherer nicht abgedeckt sind. Pro Police warten wir eine halbe Stunde uns somit habe wir den schnellen Grenzübertritt in etwa 4 Stunden geschafft.

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